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Fakten und Zahlen

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Fakten und Zahlen

Verbreitung

Laut dem UNICEF Report von 2013 kommt FGC in folgenden Ländern vor:

Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, DR Kongo, Dschibouti, Elfenbeinküste, Eritrea, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Jordanien, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Liberia, Malaysia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Saudi Arabien, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

Weibliche Genitalbeschneidung ist also entgegen allgemein verbreiteter Annahmen kein rein afrikanisches Phänomen. Auch in Regionen des Nahen Ostens, Asiens und Südamerikas tauchen Formen von FGC auf. In den letzten Jahren verbreitete sich die Praktik zudem durch Migration weltweit und ist nun überall aufzufinden.

In der EU sind nach Schätzungen des Europäischen Parlaments 500.000 Mädchen und Frauen betroffen, weitere 180.000 Menschen sind gefährdet. In Deutschland lebten 2016 laut TERRE DES FEMMES mindestens 49.000 betroffene und 9.300 bedrohte Frauen und Mädchen.

Rechtliche Lage

Gegen folgende internationale Konventionen zum Schutz von Menschenrechten verstoßen die Praktiken der weiblichen Genitalbeschneidung:

- Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes
- Das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
- Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam
- Die Afrikanische Charta für Menschen- und Völkerrechte

Die weibliche Genitalbeschneidung fällt nach deutschen Recht unter die Verstümmelung des menschlichen Körpers, da ein gesundes Körperteil amputiert wird. FGC ist laut Strafgesetzbuch eine gefährliche bzw. schwere Körperverletzung und wird mit einer Gefängnisstrafe ab sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Falls die Betroffene an den Folgen der Genitalbeschneidung stirbt, wird das mit einer Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren bestraft. Auch die Anstiftung, Teilnahme oder Duldung einer Genitalbeschneidung werden unabhängig von den Staatsangehörigkeiten der Beteiligten strafrechtlich verfolgt.

Auch viele afrikanische Staaten verbieten die Beschneidung von Frauen und Mädchen. Wird die Praktik per Gesetz kriminalisiert, so verschwindet sie aber nicht automatisch, sondern verlagert sich in den Untergrund. Außerdem haben Politiker*innen Angst, nicht gewählt zu werden, sollten sie ein Verbot von FGC fordern oder durchsetzen. Gesetze reichen also nicht aus, um Mädchen vor den seelischen und körperlichen Qualen der Genitalbeschneidung zu schützen.

Gesetze müssen durch regionale und nationale Aufklärungskampagnen und direkte Gespräche mit allen Beteiligten untermauert werden.

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